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Viele Menschen denken beim Wort „Gesundheit“ oder „Gesundheitsförderung“eher an Krankheit oder an Verzicht und Quälerei. „Etwas für die Gesundheit tun“, das macht man eher ungern und nur unter Druck und in der größten Not. Gleichzeitig wünschen sich die meisten Menschen aber auch, möglichst alt zu werden und dabei gesund und fit zu bleiben. Die Wellnessbranche boomt, Kosmetikstudios und SPAs gibt es an jeder Ecke und sie zählen längst zur Standardausstattung eines jeden besseren Hotels.

Im Sinne der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Andere Definitionen betonen vor allem das subjektive Empfinden oder die Leistungsfähigkeit bzw. Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gesundheit wird nicht als starrer Zustand verstanden, sondern als veränderbarer Prozess. Zudem gibt es fließende Übergänge, so dass kein Mensch ausschließlich gesund oder krank ist, sondern gesunde und kranke Bereiche in sich vereint.

Mein persönlicher Gesundheitsbegriff

Für mich bedeutet Gesundheit glücklich und fröhlich zu sein, Kraft und Energie zu haben, ein erfülltes Leben voller Leichtigkeit und Genuss zu leben. Gesundheit verstehe ich als Prozess, der selbst gestaltet werden kann. Gesundheit macht zufrieden, ist wichtigste und wertvollste Grundlage für ein erfülltes Leben und zugleich dessen Folge. Gesundheit kann nicht primär ein Ziel sein, sondern ist als wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens ein eigener Wert, den wir erhalten können. Ein gesundes Leben ist für mich auch ein bewusstes, achtsames und nachhaltige Er-leben. Gesundheitsbewusstes Verhalten bedeutet für mich, liebevoll und fürsorglich mit mir selbst umzugehen, dabei meine eigenen Grenzen zu achten, Spaß zu haben und mich nicht unterkriegen zu lassen.

Eng verwandt mit dem Begriff Gesundheit ist auch das Wohlergehen oder Wohlbefinden. Wie in dem Wort Befinden schon drinsteckt, handelt es sich hier um einen stark subjektiv geprägten Zustand. Und wenn man nach der WHO-Definition geht, ist völliges Wohlbefinden eigentlich gleichbedeutend mit Gesundheit. Das eigene Wohlbefinden ist nur wenig abhängig vom Vorhandensein von Diagnosen und Symptomen. Es ist vielmehr beeinflusst vom eigenen Selbstvertrauen und dem Gefühl den eigenen Zustand maßgeblich beeinflussen zu können. In der Folge ist subjektives Wohlbefinden auch ausgeprägt verbunden mit Empfindungen wie Glück, Attraktivität und Selbstwert.

Ich bin überzeugt, dass wir durch ein achtsames und ausgeglichenes Leben sehr starken und nachhaltigen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser gesamtes Befinden nehmen können. Sich gesundheitsbewusst zu verhalten bedeutet also nicht, sich ständig zu kontrollieren und zurückzunehmen. Es bedeutet vielmehr mit Freude und Genuss ein achtsames Leben im Gleichgewicht zu führen.

Krankheitsdenken ist Mangeldenken

Unser Gesundheitssystem ist hauptsächlich auf die Behandlung von Krankheiten ausgerichtet. Die Hauptaufgabe von Ärzte besteht in der Therapie von chronischen und akuten Erkrankungen. Es geht also immer um Beeinträchtigungen, Störungen, Beschwerden und natürlich deren Reduzierung bzw. Behandlung. Der Arzt ist also vergleichbar mit einem Mechaniker oder Änderungsschneider, dem kaputte Dinge gebracht werden, damit er sie wieder repariert, so dass der Schaden nachher möglichst nicht mehr auffällt. Die konventionelle Medizin ist also sehr geübt im Umgang mit Krankheit, aber nicht mit Gesundheit. Wissenschaftlich steckt hier die Beschäftigung mit der Pathogenese, also der Entstehung und Entwicklung von krankhaften Prozessen, dahinter.

Selbst beim Thema Prävention geht es um Störungen und krankmachende Einflüsse, die reduziert werden müssen. Meist auch erst dann, wenn sich erste Schäden zeigen. Aus Sichtweise der Betroffenen handelt es sich bei den Maßnahmen dann auch ganz überwiegend um unangenehme Verhaltensänderungen, die ihnen Disziplin, Verzicht, Anstrengung und Willenskraft abverlangen. Die Prävention zielt auf die Vermeidung und Früherkennung von Krankheiten ab, indem sie sogenannte Risikofaktoren erkennen und ausschalten möchte. Sie ist also ebenfalls durch die Pathogenese geprägt.

Insgesamt ist das gesamte Gesundheitssystem also durch Mangeldenken geprägt. Es geht ganz überwiegend nur um Schwachpunkte, Störungen und Beschwerden.

Was ist die Alternative?

Mangeldenken ist so verbreitet, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, dass es auch anders geht und dass es in vielen Bereichen passende Konzepte gibt. Im Job, im eigenen Gewerbe kann man sich auf seine Stärken konzentrieren. Anstatt mich mit der Konkurrenz zu vergleichen kann ich mein eigenes Profil schärfen. Ich kann meine speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Vordergrund stellen und mein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Es geht also hier um die Dinge, die ich besonders gut kann, die mich von den anderen abheben, die mir besonderen Spaß machen, die ich gern mache, die mich speziell auszeichnen. Wenn ich mehr von diesen Dingen tun kann, fällt es mir viel leichter, richtig gute Arbeit zu machen. Das wiederum merken auch die Kunden, mein Geschäft läuft besser, ich bekommen Bestätigung und kann meinen Weg noch überzeugter gehen.

Im Bereich der Gesundheit gibt es das Konzept der Salutogenese. Der Begriff Salutogenese bezeichnet die die Lehre von der Entstehung von Gesundheit, im Gegensatz zur bei uns weitaus üblicheren Pathogenese, also der Lehre von der Entstehung von Krankheit. Das Konzept der Salutogenese wurde entwickelt von Aaron Antonovsky und geht hauptsächlich der Frage nach, wie Menschen auch unter schwierigen Bedingungen und trotz zunehmender Belastungen gesund bleiben. Nach Antonovsky bewegen sich alle Menschen auf einem Kontinuum von Krankheit und Gesundheit. Es gibt also an jedem Menschen kranke und gesunde Aspekte, da es sich um eine kontinuierlichen Prozess handelt. Im Zentrum der Gesunderhaltung steht nach diesem Modell der Kohärenzsinn (Sense of Coherence). Dieser setzt sich zusammen aus den drei Aspekten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit, die das Maß bezeichnen, in dem ein Individuum die Welt und die Anforderungen um sich herum als einigermaßen vorhersehbar erlebt mit der Möglichkeit Einfluss zu nehmen und Ziele erreichen zu können. Menschen mit stark ausgebildetem Kohärenzsinn ist es möglich, eine gute Widerstandfähigkeit gegenüber Stressoren aufzubauen. Nach seine Konzept ist Gesundheit kein statischer Zustand, sondern ein Prozess, der gestaltet werden kann. Für salutogenetisch orientierte Menschen ist es deshalb viel einfacher sich attraktive (Gesundheits-)ziele zu setzen, die tatsächlichen Gewinn versprechen. Da bedeutet auch, je mehr ein Mensch über Gesundheit und Gesunderhaltung weiß, umso umfassender kann er für sich und seine Gesundheit Eigenverantwortung übernehmen, auch dann, wenn z.B. bereits Grunderkrankungen vorhanden sind.

Was bedeutet das für mein Coaching

Für mich sind Gesundheit und Wohlbefinden ganz zentrale Aspekte im Leben eines Menschen. Wenn ich meinen Körper vernachlässige, fühle ich mich auf Dauer weniger wohl und bin nicht leistungsfähig oder produktiv. Wenn ich z.B. langfristig starkem Stress ausgesetzt bin, kommt es zu Erschöpfungszuständen mit körperlichen Symptomen. Besonders bekannt sind hier Spannungskopfschmerzen und Burnout. Körper, Verstand, Gefühle und Umwelt beeinflussen sich wechselseitig in vielfältiger Weise. Wenn ich nun spüre, dass mein Leben nicht mehr im Gleichgewicht ist, dass ich sehr angespannt bin, dass ich erschöpft bin oder dass ich aus anderen Gründen etwas ändern möchte, dann ist es ausnehmend wichtig, nicht nur auf ein Symptom, eine Folge, zu schauen, sondern wirklich das ganze Bild zu betrachten. Wenn ich einen Überblick über das ganze Bild habe, kann ich schrittweise kleine Veränderungen in verschiedenen Bereichen umsetzen, die direkt mein Wohlbefinden stärken und mir so auch helfen, hinderliche Einstellungen und Haltungen abzulegen. Erst wenn ich solche Einstellungen und Haltungen verändere, ist es mir möglich, grundlegend neue Erfahrungen zu machen, diese überhaupt erst zuzulassen, und in der Folge wirklich das Leben zu leben, das ich mir wünsche. Au diesem Grund bezeichne ich meinen Coachingansatz als integrativ und ganzheitlich.

In meiner Arbeit als Coach bedeutet das, dass ich mich als Schatzsucher verstehe. Ich unterstütze dich dabei, dich auf deine eigenen Ressourcen zu fokussieren, also auf deine Möglichkeiten, (Kraft-)quellen, Grundlagen oder Fähigkeiten. Eine Fokussierung auf die eigenen Ressourcen bedeutet, sich vermehrt auf eigene Stärken zu konzentrieren, sie vielleicht sogar erstmal zu entdecken, Kraft zu ziehen aus dem, was man gern macht und authentisch und selbstbewusst den eigenen Weg gehen.

Ja, aber…

…das kann doch nicht funktionieren, das hört sich doch viel zu einfach an.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Fokussierung auf die eigenen Ressourcen sehr gut funktioniert. Vor allem als Mutter ist es zwar oft schwierig mit den eigenen Stärken in Kontakt zu kommen oder überhaupt Zeit für dich selbst zu finden. Aber du wirst merken, dass alle davon profitieren, wenn du wieder besser ins Gleichgewicht kommst, achtsam mit dir selbst umgehst und selbstbewusst deinen Weg gehen kannst. Dir geht es besser und du bist ausgeglichener, was auch deine Kinder spüren werden. Selbstverständlich hat aber auch die Fokussierung auf die eigenen Ressourcen einen Preis: du musst selbst Verantwortung übernehmen, musst dich mit dir auseinandersetzen, musst dir deine wahren Ziele, deine Ressourcen und auch deine Bremsen bewusst machen und du musst gewillt sein, einige deiner Überzeugungen zu verändern bzw. zu erweitern.

Ich persönlich finde, das lohnt sich. Genau aus diesen Grund unterstütze ich Menschen bei ihrer persönlichen Schatzsuche.