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Fastenzeit und Frühlingsbeginn sind jedes Jahr für viele Menschen wieder die Zeit, sich um ihre Bikini- und Badehosenfigur zu kümmern. Zudem animierten die unzähligen Initiativen und Angebote zur Fastenzeit, sich bewusst mit dem eigenen Konsum auseinanderzusetzen.

Für mich persönlich steht vor allem dieser zweite Aspekt im Vordergrund. Fasten und die gesamte Fastenzeit bedeuten für mich, dass ich ganz gezielt auf liebgewonnene Gewohnheiten und Leckereien verzichte. Das sind vor allem Süßigkeiten, Zucker und jede Form von Naschereien. Früher habe ich auch Alkohol gefastet, das bietet sich bei meinem aktuellen Konsum allerdings weniger an, weil es kein ernstzunehmender Verzicht wäre.

Heilfasten

Unter Fasten kann natürlich auch der vollständige Verzicht auf die Aufnahme von Nahrung oder zumindest fester Nahrung verstanden werden. Auch speziellere Formen des Fastens, wie Basenfasten oder intermittierendes Fasten gibt es als Formen des Heilfastens bzw. medizinischen Fastens.

Beim Heilfasten geht es um die Reinigung des Körpers wie auch des Geistes, oft wird auch von Entschlackung des Körpers gesprochen. Viele Menschen verbinden auch noch weiter positive Aspekte mit dem Fasten, wie Gewichtsabnahme, Linderung von Beschwerden oder gar Heilung von bestimmten Krankheiten.

Meist wird unter dem Begriff Heilfasten das klassische Fasten nach Buchinger verstanden, bei dem nach ein bis zwei sogenannten „Entlastungstagen“ nur flüssige Nahrung in Form von Tee, Brühe und Säften konsumiert werden darf. So eine Fastenkur kann über mehrere Wochen laufen, sehr üblich ist für Gesunde allerdings die Fastenwoche mit fünf Fastentagen plus den Entlastungstagen und den anschließenden Aufbautagen.

Was es bringt

Fasten gibt es in jedem Kulturkreis und schon seit unzähligen Generationen. Auch in unsere Gesellschaft wurde es gerade im Hinblick auf den Überfluss, in dem wir alle leben, von vielen Menschen wieder entdeckt. Gleichzeitig gibt es Ärzte und Laien, die Fasten für mindestens nutzlos, wenn nicht gar gefährlich halten.

Inzwischen gibt es recht solide und belastbare Studienergebnisse, die positive Effekte des Fastens belegen. Bestimmte Erkrankungen, wie Arthritis und Schmerzsyndrome können positiv beeinflusst werden und auch Gesunde berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden sogar über die eigentliches Fastendauer hinaus. Eine strikte Fastenwoche ist für viele Menschen geeignet als Einsteig in eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

Für halbwegs gesunde Menschen birgt das Fasten keine besonderen Gefahren. Wie bei anderen Tieren, ist auch der menschliche Organismus darauf ausgelegt, Perioden ohne Nahrungszufuhr schadlos zu überstehen.

Was ist mit den Schlacken?

Sehr oft wird Fasten mit dem Ziel des „Entschlackens“ beschrieben oder neudeutsch geht es oft auch um „Detox“, also Entgiftung. Schlacken sind zähe Rückstände, die bei Verbrennungsprozessen entstehen.

Im Körper gibt es das nicht!

Der Körper muss auch nicht durch Fastenkuren entgiftet oder entsäuert werden!

Wer das behauptet wird dem Wunder des menschlichen Körpers einfach nicht gerecht. Ein gesunder Körper schaffte es problemlos über Nieren und Leber alle aufgenommenen und entstandenen Gifte auszuscheiden. Wenn ein Körper dazu nicht mehr imstande ist, benötigt der Mensch der Mensch beispielsweise eine Dialyse, womit dann die fehlende Nierentätigkeit ausgeglichen wird. Auch ein intakter Säure-Basen-Haushalt wird von allein aufrecht erhalten. Wenn das nicht mehr funktioniert, dann ist der Mensch wirklich schwer krank!

All die Mittelchen, die dabei helfen sollen zu entgiften, zu entschlacken oder zu entsäuern, haben keinerlei nachweisbaren Nutzen. Sie helfen einzig und allein dem Produzenten und dem Händler ihre Geldbörsen zu füllen! Der Verbraucher kann sehr gut darauf verzichten. Für den positiven Effekt des Fastens sind sie ganz und gar nicht erforderlich.

Fazit

Für gesunde und halbwegs normalgewichtige Menschen kann Fasten eine sehr positive Erfahrung darstellen mit vielen förderlichen Effekten auf die Gesundheit. Auch als Einstieg in eine gesündere Ernährung ist Fasten gut geeignet. Eine real messbar Entgiftung, Entschlackung oder Entsäuerung findet dabei allerdings nicht statt.

Wer überlegt selbst eine Fastenkur zu machen, findet hier eine sehr gute und fundierte Zusammenfassung der wichtigsten Grundlagen: UGB – Richtig fasten – fasten nach Buchinger