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„Zieh dich warm an, sonst wirst du krank“, das ist ein Satz, den die meisten von uns schon oft gehört haben. Vielleicht gehörst du sogar zu den Leuten, die ihn selbst sagen.

Ist es aber wirklich so, dass Kälte krank macht, wie es das Wort vermuten lässt?

Ganz so einfach kann der Zusammenhang nicht sein, sonst müssten die Menschen in den kalten Regionen unserer Welt grundsätzlich häufiger krank sein (oder zumindest an Erkältungskrankheiten leiden) als die Menschen in den warmen Gegenden. Das ist aber nicht der Fall.

Winterzeit ist Erkältungszeit

Was wir in unseren Breiten allerdings tatsächlich feststellen können, dass wir im Allgemeinen häufiger in den kalten Monaten krank werden. Gerade im Winter haben nicht nur Kinder oft unter Schnupfen und Husten zu leiden. Durchschnittlich leiden Erwachsene 2- bis 3-mal im Jahr an einer Erkältung, Kinder noch weitaus häufiger.

Eine Erkältung ist eine Viruserkrankung, besonders häufig ausgelöst durch Rhinoviren, die mit Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, teilweise auch Fieber, Krankheitsgefühl oder Heiserkeit einhergeht. Eine wirksame Behandlung gibt es nicht, einzig die Symptome können gelindert werden. Mit oder ohne Therapie verläuft eine Erkältung in aller Regel selbstlimitierend und verschwindet nach 7 bis 10 Tagen von selbst wieder.

Notwendige Voraussetzung um an einer Erkältung zu erkranken, ist als der Kontakt mit Erkältungsviren. Die Kälte an sich macht nicht krank. Auch wenn eine ausgeprägte Unterkühlung des Körpers das Immunsystem nachweislich belastet, so gibt es dennoch keine Hinweise darauf, dass wir uns erkälten, wenn wir durch zu dünne Kleidung ein wenig auskühlen.

Die Erkältungsviren können allerdings bei kalten Außentemperaturen länger außerhalb eine Wirts (in diesem Fall außerhalb eines menschlichen Körpers) überleben, so dass es im Winter mehr dieser Viren gibt und wir ihnen häufiger ausgesetzt sind.

Zudem verbringen die meisten Menschen viel mehr Zeit in geschlossenen Räumen, oft auf engem Raum mit anderen Menschen, so dass sich das Ansteckungsrisiko auch hierdurch deutlich erhöht. Die trockene Heizungsluft in Wohnungen und Büros trocknet darüber hinaus die Schleimhäute von Mund und Nase aus, was dazu führt, dass die Viren leichter eindringen können und ein Kontakt auch tatsächlich zu einer Erkrankung führt.

In der kalten Jahreszeit haben wir also mehr Kontakt zu Erkältungsviren, schon allein weil es mehr davon gibt. Daran können wir nichts ändern, auch nicht durch warme Kleidung. Wir können aber unsere eigenen Abwehrkraft beeinflussen, denn Kontakt ist bei weitem nicht gleichbedeutend mit Erkrankung.

Maßnahmen gegen Erkältungskrankheiten

Eine einfache Maßnahme ist bereits das regelmäßige Lüften aller Räume. Frische Luft, die eventuell noch angefeuchtet werden kann, sorgt für ein gutes Raumklima, so dass die Schleimhäute nicht so leicht austrocknen.

Besonders wichtig ist es, auch im Winter nach draußen zu gehen. Unser ganzer Organismus, vor allem auch das Immunsystem, benötigen Licht, ausreichend Sauerstoff und Bewegung, um richtig arbeiten zu können. Regelmäßige Spaziergänge auch bei schlechtem Wetter schützen effektiv vor Erkältungskrankheiten.

Weiter unterstützt wird dieser Effekt noch durch eine Ernährung mit hohem Obst und Gemüseanteil, ausreichend Schlaf und einem weitgehenden Verzicht auf Tabak und Alkohol. Natürlich darf darüber der Genuss natürlich nicht zu kurz kommen. Wie in anderen Bereichen gilt auch hier, dass zufriedenere Menschen ganz allgemein gesündere Menschen sind.

Fazit:

Erkältungskrankheiten sind im Winter häufiger. Den besten Schutz bietet ein starkes Immunsystem. Wir können es durch gesunde Ernährung, Bewegung und frische Luft sinnvoll unterstützen. Warme Kleidung trägt dazu weniger bei, solang wir vermeiden stark auszukühlen.