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Letzte Woche ist es doch tatsächlich passiert: eine besonders fiese Erkältung hat mich erwischt; die Nase war verstopft, der Kopf dröhnte und meine Stimme hörte sich an, wie die eines alternden Rockstars.

Das ist halt so? Da kann man nichts machen? Ich halte das nur für teilweise richtig.
Schon früher war es bei mir so, dass ich genau dann krank geworden bin, wenn die Ferien angefangen haben oder wenn zumindest Wochenende war. Mein Vater hat damals immer gelästert, dass ich wohl zu gewissenhaft bin, als dass ich durch Krankheit auch nur einen Schultag versäumen wollte.

Tatsächlich war es damals schon so wie heute, dass ich insgesamt sehr selten krank war, Infektionen meist mild verliefen und schnell vorübergingen und ich so gut wie keine krankheitsbedingten Fehltage hatte.

Winterzeit = Erkältungszeit

Wer kleine Kinder hat, der kennt das: sobald der Herbst kommt, haben die Kleinen eine Dauerrotznase, husten um die Wette und wenn es ganz blöd läuft, kommt noch ein Magen-Darm-Infekt dazu. Großartig! Ich kenne sogar Familien, da konnte im ersten und zweiten Winter der Kinder niemand richtig arbeiten, weil immer wieder neue Infekte einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Hochsaison für Magen-Darm-Infekte ist im November und Dezember, die haben wir für diesen Winter glücklicherweise bereits überstanden. Auch wenn jetzt das Wetter teilweise schon frühlingshaft wird und sich das Ende des Winters erahnen lässt, haben Erkältungskrankheiten, grippale Infekte und auch die echte Grippe gerade im Februar und März noch einmal Hochsaison.

Kitakinder = Keimschleudern

Kinder die in eine Tagesbetreuung gehen, sind vielen Keimen ausgesetzt und nachweislich häufiger krank. Soweit, so gut. Daran lässt sich nicht viel ändern. Wie oft wir allerdings selbst krank werden, können wir doch recht umfassend beeinflussen.

Seit ich Kinder habe, bin ich selbst häufiger krank. Und ich habe mich dran gewöhnen müssen, dass meine Pläne durchaus von plötzlichen Erkrankungen der Kinder durchkreuzt werden können. „Häufiger“ krank heißt bei mir allerdings nur, dass ich ein- bis zweimal im Jahr eine Erkältung bekommen, was früher viel seltener der Fall war.

Ich habe mir sogar schon vorwerfen lassen. dass ich nunmal mit einem guten Immunsystem ausgestattet sei und mir darauf gar nichts einbilden brauche!

Ich bilde mir tatsächlich nichts darauf ein, denn wenn vielleicht ein Teil wirklich Glück oder Veranlagung ist, so tue ich doch auch genug, um mich gesund zu halten. Und ich bin durchaus der Überzeugung, dass ich es mir zumindest teilweise selbst zu verdanken habe, dass ich mich so guter Gesundheit erfreue.

Stress = erhöhte Infektanfälligkeit

Dass chronischer Stress nicht gut für uns ist, wissen wir alle. Die Risiken von Burnout und stressbedingten Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Magen-Darm-Beschwerden werden inzwischen vielfach beschrieben und diskutiert. Dauerhaft erhöhte Spiegel unserer Stresshormone schwächen das Immunsystem und führen so auch zu erhöhter Infektanfälligkeit, ein Zusammenhang, der weit weniger bekannt ist.

Stressabbau bzw. Stressvermeidung führen also auch zu weniger Erkältungen. Alles, was uns auch sonst hilft, dem Leben gelassener und energievoller zu begegnen, hilft uns also ebenfalls, der nächsten Erkältungswelle in der Kita oder Schule zu trotzen. Ein weitere Argument dafür, dass du doch endlich ein Entspannungsverfahren lernst, regelmäßig deinen Yogakurs besuchst und wirklich immer wieder kurze oder längere Auszeiten nimmst….

Gesunde Routinen = gesunder Alltag

Neben der regelmäßigen Entspannung gibt es natürlich noch mehr voll und ganz alltagstaugliche Routinen, die Wohlbefinden, Gesundheit und Zufriedenheit steigernd wirken. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Ernährung zu. Es geht dabei überhaupt nicht darum, dass du auf alles verzichten solltest, was schmeckt. Ganz im Gegenteil! Es geht darum, dass du dich ausgewogen ernährst, von überwiegend frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Das schmeckt, gibt richtig Power und hält dich gesund. Wenn du auch noch aufmerksam mit Genuss und zumindest teilweise in angenehmer Gesellschaft isst, dann ist es perfekt. So tust du dir und deinem Körper auf allen Ebenen etwas Gutes!

Ein Bereich, der sich auch enorm auf deine Gesundheit und dein allgemeines Wohlbefinden auswirkt, ist der Schlaf. Ausreichend erholsamer Schlaf gibt dir Kraft und Gelassenheit für den Tag und stärkt dein Immunsystem. Natürlich können Eltern von kleinen Kindern eher selten so viel und so entspannt schlafen, wie sie sich das wünschen. Umso wichtiger ist es, dass du selbst alles machst, um deinen Schlaf möglichst ideal zu nutzen. Also achte darauf, abends frühzeitig zur Ruhe zu kommen und deine Schlafdauer deinem Bedürfnis anzupassen, nicht deinen Ansprüchen. Mit fünf Stunden Schlaf kannst du vielleicht dann wieder zurechtkommen, wenn die Kinder zuverlässig durchschlafen. Vorher ist das Illusion!

Auch wenn jeder weiß, dass Erkältungen im Winterhalbjahr sehr viel häufiger vorkommen, als im Sommer, so ist gar nicht so ganz klar, woran das eigentlich liegt. Ein Grund ist wohl, dass wir uns alle im Winter viel mehr und viel länger in geschlossenen Räumen aufhalten, die noch dazu weniger gelüftet werden. Auch wenn sich das nicht gänzlich vermeiden lässt, hilft es dennoch, regelmäßig nach draußen in die frische Luft zu gehen, und zwar möglichst jeden Tag. Getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“, solltest du versuchen, dich vom Wetter nicht abschrecken zu lassen und wirklich jeden Tag mit den Kindern mindestens eine halbe Stunde am Stück draußen zu verbringen.

Kleine Maßnahmen = großer Effekt

Schon der Pfarrer Sebastian Kneipp, Begründer der nach ihm benannten Hydrotherapie, wusste, dass Wasseranwendungen die Immunabwehr stärken und dadurch die Infektanfälligkeit reduzieren. Die meisten Anwendungen sind auch zuhause ganz einfach umzusetzen, man benötigt nur eine Dusche oder Badewanne. Wechselwarme Fußbäder im Winter sind angenehm, sorgen für wohl temperierte Füße und beugen auf ganz einfache Weise Erkältungen vor. Morgens beim Duschen den Wasserhahn auf kalt drehen und noch einen Moment unter der Dusche stehen bleiben, bzw. Arme und Beine unter das kalte Wasser halten, macht wach, erfrischt und stärkt ebenfalls das Immunsystem.

Eine besonders effektive Methode zur Stärkung des Immunsystems sind regelmäßige Saunagänge, auch wenn man das vielfach nicht zuhause machen kann. Fitnessstudios und Schwimmbäder sind inzwischen meist mit Sauna und/oder Dampfbad ausgestattet. Hier kann man den Saunagang gleich mit etwas Bewegung verbinden und tut sich doppelt Gutes. Natürlich ist der Zeitaufwand etwas größer. Wer selten in die Sauna geht und es nicht gewohnt ist, sollte besser mit der sogenannten Biosauna beginnen. Deren niedrigere Temperaturen stellen keine so große Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar.

Mehr Gesundheit = mehr Lebensfreude

Es gibt wirklich vielfältige Möglichkeiten die eigene Gesundheit zu fördern und das Immunsystem zu stärken. Auch wenn es etwas Zeit und Gewöhnung benötigt, so führt doch ein gesundheitsbewusstes Leben auf länger Sicht zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit.

Das hilft nicht nur gegen Erkältungen, sondern bringt auch ganz allgemein mehr Kraft, Energie und Lebensfreude.