+49(0)30 28450217 info@angelina-bockelbrink.de

 

Lebensqualität hatte ich eigentlich nur im Kontext gesundheitsökonomischer Erhebungen oder als Maß für den Nutzen einer Palliativtherapie im Kopf. Dabei ist die Qualität des eigenen Lebens sicherlich für jeden und jede relevant.

Und wie so oft, wurde ich auch dieses Mal mehr zufällig auf eine spannendes Thema gestoßen. Ich danke Stefanie Ochs für ihren Impuls, mir Gedanken zu machen, was Lebensqualität für mich überhaupt bedeutet und wie ich die Lebensqualität meiner Klienten verbessere.

Hier ist er also, meine Beitrag zur Blogparade „Lebensqualität“ von Zarameh.

Was ist Lebensqualität?

„Wie ist deine Lebensqualität heute?“, das ist wohl eher keine Frage, die wir einer Freundin bei Kaffee stellen oder die wir von unserem Friseur hören. Auch die Hausärztin fragt wohl eher nach unserm Befinden oder nach unserem Wohlergehen. Dennoch ist Lebensqualität kein unbekanntes Konzept. In der üblichen Definition beschreibt die Lebensqualität einer Kombination aus Lebensstandard und „Immateriellem Wohlstand“, also dem, was uns reich macht, abgesehen vom Geld.

Die Lebensqualität in verschiedenen Städten oder Ländern, bei Verheirateten, Alleinstehenden oder Geschiedenen, im Alter, mit kleinen Kindern, all das wird oft und gern gemessen. Welche Aussage es allerdings haben soll, bleibt nicht selten unklar. Die gemessene Lebensqualität In Deutschland ist schon allein aufgrund des sehr guten materiellen Lebensstandards und unseren guten Chancen auf Bildung und Gesundheit immens hoch. Über die subjektive Lebensqualität oder auch Lebenszufriedenheit sagt das allerdings noch nicht viel, selbst wenn es tatsächliche eine gewisse Korrelation zwischen beiden gibt.

Globale Lebensqualität vs. subjektive Lebenszufriedenheit

Worum es im Einzelfall also geht, ist das subjektive Wohlbefinden oder eben die Lebenszufriedenheit. Dieses lässt sich sicherlich durch Veränderung der äußeren Umstände beeinflussen, andererseits ist es aber stark abhängig von den eigenen Einstellungen und Überzeugungen. Gesundheitsversorgung oder Bildung allein machen eben noch lang nicht glücklich oder zufrieden. Und auch Besitz oder Konsum haben kaum Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Bei uns in Mitteleuropa leidet niemand Hunger und fast alle Menschen haben ein Dach über dem Kopf. Den meisten Menschen steht genug Geld zur Verfügung, dass sie zumindest ihre Grundbedürfnisse decken können. Darüberhinaus macht Konsum allerdings auch nur dann glücklich, wenn wir Dinge für andere Menschen kaufen. Wir erleben Glücksgefühle, wenn wir anderen Menschen eine Freude machen, nicht wenn wir uns selbst mehr gönnen (auch wenn die Werbung immer und immer wieder versucht, uns das einzureden).

Sinnerleben als Grundlage

In mehreren großen und auch langfristigen Studien konnte belegt werden, dass der größten Einfluss auf unser Glückserleben von Beziehungen zu anderen Menschen ausgeht. Der Mensch ist also nachweislich ein soziales Wesen. Er fühlt sich dann am wohlsten, wenn er anerkannt und geborgen ist, wenn er das richtige Maß an Sicherheit und Freiheit erfährt und wenn er selbst gebraucht wird. Insbesondere dadurch, dass wir gebraucht werden und anderen Menschen Hilfe und Unterstützung sein können, erfahren wir Sinn in unserem Leben. Das Sinnerleben ist in meinen Augen die wichtigste Voraussetzung für ein erfülltes und zufriedenes Leben.

Ein Blick auf die Arbeits- und Lebensrealität vieler Menschen zeigt allerdings sehr deutlich, dass es gerade am Sinnerleben mangelt. Der Job ist nur eine Qual und reine Notwendigkeit für den sogenannten Broterweb. Familie ist eigentlich toll, im Alltag bedeuten all die Termine und Verpflichtungen, die daraus entstehen, allerdings weitgehend auch nur Stress. Die restliche Zeit geht für Haushalt und langweilige Routinetätigkeiten drauf. Für Hobbys, Freunde und eigene Träume bleibt kein Raum und keine Kraft mehr. Wie auf Autopilot steuert der Mensch so durch sein eigenes Leben. Richtig unzufrieden ist er nicht unbedingt, direkt glücklich aber sicher auch nicht. Und es kann gut sein, dass er bereits zielsicher auf ein Burnout oder eine Depression zusteuert.

Achtsamkeit statt Stress

Um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen, lohnt es sich, das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und glücklicherweise ist niemand ist davon abhängig als totales Glückskind auf die Welt zukommen. Auch im späteren Verlauf des Lebens kann man problemlos lernen, die Welt positiv und voller Neugier zu betrachten. Zwar bietet unsere schnelllebige Zeit vielfältige Möglichkeiten uns abzulenken, sodass wir uns keine Gedanken machen brauchen. Der Schlüssel zu einem zufriedenen und sinnerfüllten Leben liegt jedoch in einem achtsamen und bewussten Umgang mit sich selbst und seinem Umfeld. Achtsamkeit im Alltag bedeutet dabei nicht, das Leben komplett umzukrempeln, stundenlang zu meditieren oder erleuchtet zu sein. Achtsamkeit im Alltag bedeutet bewusst zu leben, präsent zu sein, die einfachen Dinge zu würdigen und das Leben zu entschleunigen.

Es handelt sich sicher um eine eine bewusste Entscheidung, die manchmal auch unbequem sein kann, erste positive Ergebnisse zeigen sich allerdings auch sehr schnell. Die ersten kleinen Schritte sind nicht schwierig, nur machen muss sie tatsächlich jeder selbst und immer wieder. Das Gute ist aber auch, dass man immer wieder aufs Neue beginnen kann. Niemand verbaut sich die Chance auf ein achtsames und entschleunigtes Leben, nur weil er dieses Ziel zwischenzeitlich wieder aus den Augen verloren hat. Wichtig ist vor allem dass wir uns erlauben, mehr Sinn und Tiefgang in unserem Leben zuzulassen.

Erfüllende und bereichernde Beziehungen zu anderen Menschen werden dadurch ebenfalls wieder einfacher möglich, weil wir mit uns selbst im Reinen sind, ein selbstbestimmtes Leben führen und in der Lage sind aktiv und bewusst zu agieren. Wir müssen dafür keinesfalls perfekt sein oder ein perfektes Leben führen. Wir müssen nur einen Bezug zu uns selbst haben, uns unserer Bedürfnisse bewusst sein und auch formulieren können, was wir brauchen.

Fazit

Die subjektive Lebenszufriedenheit hängt von vielen Faktoren ab, sie lässt sich aber immer bewusst beeinflussen. Du musst dir dafür allerdings selbst die Erlaubnis geben und für deine tiefen, inneren Bedürfnisse und Ziele losgehen.

In meinem kostenlosen Online-Webinar „Einfach zufrieden leben – Entschleunigung statt Zeitmanagement“ gebe ich dir eine einfach Anleitung, wie du ins Tun kommst.

 Hier anmelden

Es gibt regelmäßig wieder neue Termine. Selbstverständlich ist das Webinar kostenlos und verpflichtet dich zu gar nichts.

Das Webinar findet immer live statt, so dass du mir auch Fragen stellen kannst.

Ich freu mich auf dich!