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Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade der wunderbaren Nicole Bailer von HappyMam. Vielen Dank für diesen wertvollen Impuls zum Thema Anerkennung und Wertschätzung.

Wie komme ich in meine Anerkennung?

Diese Frage hat mich sofort angesprochen und sie kommt auch genau zur richtigen Zeit. In meiner Coachingausbildung konnten wir ganz deutlich erleben, wie fast alle ein Thema mit ihrem Selbstwert, ihrem Selbstbewusstsein oder ihrem Selbstvertrauen haben. Gerade wir Frauen scheinen unser Licht immer eher unter den Scheffel zu stellen, uns unter Wert zu verkaufen und uns selbst oft weniger zuzutrauen als allen anderen. Andererseits haben die meisten nicht das geringste Problem damit, andere Menschen für ihre Leistung oder einfach für ihr Wesen zu schätzen und zu achten.

Auch für meine eigene Coachingpraxis möchte ich dieses Thema jetzt mehr in den Vordergrund rücken, da ich fest davon überzeugt bin, dass viele Mütter zufriedener und glücklicher in ihrer Rolle sind, wenn sie gelernt haben sich selbst und ihre Leistung wertzuschätzen und anzuerkennen.

Das Anerkennung der eigenen Leistung ist auch für mich ein Thema das mich schon lang begleitet. Auch ich habe sehr lang diesen Glaubenssatz mit mir herumgetragen, einfach nicht gut genug zu sein. In meinem tiefsten Inneren habe ich ständig befürchtet zu scheitern oder zu versagen. Diese Überzeugung war mir lange Zeit gar nicht richtig bewusst, sie war unterschwellig dennoch immer präsent. Ich gehörte zu diesen Leuten, die vor jeder Prüfung Sorgen haben durchzufallen, obwohl dem ganzen Umfeld völlig klar ist, dass das niemals passieren kann.

Unbewusst oder halb-bewusst habe ich natürlich hart dafür gearbeitet immer wieder bestätigt zu bekommen, dass ich sehr wohl gut genug bin. Ich habe mich immer wieder Prüfungssituationen oder anderen Herausforderungen gestellt, um herauszufinden, dass ich sie in aller Regel erfolgreich bis sehr erfolgreich meistern konnte. Mit den Jahren habe ich auch selbst kapiert, dass ich Leistung bringen kann und entsprechend doch „gut genug“ bin…natürlich nur, wenn ich die entsprechende Leistung bringe…

Tatsächlich ist es mir mit den Jahren dann wirklich leichter gefallen, auch selbst anzuerkennen, dass ich doch schon etwas geleistet und erreicht hatte im Leben. Verschiedene Zeugnisse und Bescheinigungen haben es mir schließlich schwarz-auf-weiß bewiesen. Natürlich sind diese objektivierbaren Leistungen nur ein kleiner Teil, sie helfen aber, um das Selbstvertrauen zu entwickeln, dass auch zukünftige Herausforderungen und Prüfungen machbar sind.

1. Mach dir bewusst, was du schon geleistet hast

Ganz allgemein denke ich, dass es verschiedene Wege gibt in die eigene Anerkennung zu kommen. Wobei Anerkennung der hauptsächliche Beitrag zu Selbstwertgefühl und zu Selbstvertrauen ist. Anerkennung und Wertschätzung können von außen kommen, entweder in Form von persönlichem Feedback oder in Form von Bescheinigungen oder Zeugnissen.

Um also in die eigene Anerkennung zu kommen, müssen wir die äußere Anerkennung annehmen lernen. Fürs Erste heißt das, sich bewusst zu machen, was man bereits alles gemacht hat im Leben, was man erreicht hat, was man gelernt hat, was einen besonders auszeichnet. Schreib dir alles auf, leg deine Zeugnisse, Bescheinigungen, Auszeichnungen und was auch immer du noch hast dazu und lass es auf dich wirken. Ist die Liste nicht weitaus beachtlicher als du vermutet hättest? Du kannst diese Liste jederzeit ergänzen, wenn dir wieder etwas einfällt oder etwas neues dazu kommt.

2. Nimm Komplimente an – einfach so

Als nächstes kommt die Annahme von Anerkennung im persönlichen Kontakt. Wenn dir also jemand ein Kompliment machst, dann versuchst du es einfach nur anzunehmen, ohne dich zu rechtfertigen oder kleinzureden. Du bedankst dich einfach nur und sagst sonst gar nichts dazu. Schwierig, oder? Das kann man aber tatsächlich üben. Gerade mit dem eigenen Partner geht das sehr gut. Dieser würde dir vermutlich schon lang einfach gern Komplimente machen, die du annehmen kannst. Dein Partner ist also vermutlich auch gern bereit dich darauf hinzuweisen, wenn du dich doch schon wieder selbst klein machst. Wenn es keinen Beziehungspartner gibt, funktioniert das auch gut mit einer guten Freundin oder einem Familienmitglied.

Wenn du es schaffst die Anerkennung von außen wirklich an dich heran zu lassen und anzunehmen, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt dir auch selbst Anerkennung und Wertschätzung zukommen zu lassen. Schließlich musst du glauben, was andere dir sagen, um es wirklich annehmen zu können. Wenn du also bereits glaubst, dass du gut genug bist, dass du wertvoll bist, dass du etwas schaffen kannst, dann kannst du dir das auch selbst immer wieder neu vermitteln.

3. Erkenne bei anderen was gut ist

Wenn es dir immer noch schwer fällt in deine eigene Anerkennung zu kommen, dann übe dich in Anerkennung anderer Leute. Lobe reichlich und mache viele ernst gemeinte Komplimente. Dann mach dir klar, was die Eigenschaften sind, die du an anderen schätzt. Wofür sprichst du gern deine Anerkennung aus? Sind das nicht auch Dinge, die du selbst ebenso hast? Dann gestehe dir die gleiche Anerkennung zu. Hör auf mit zweierlei Maß zu messen. Wieso kannst du bei anderen Kleinigkeiten würdigen, bei dir selbst nicht? Wieso fällt es dir so viel leichter anderen Fehler zu verzeihen als dir selbst?

Gestehe dir zu, dass du wertvoll bist und es genauso verdient hast, wie jeder andere, dass du geachtet und wertgeschätzt wirst, auch von dir selbst. Du bist nicht schlechter als andere und auch wenn du vielleicht in einem Bereich weniger kompetent oder unsicherer bist, kannst du in anderen Bereichen mit mehr Erfahrung oder Kenntnissen aufwarten.

Kannst du mit diesen Wegen etwas anfangen?

Bringen sie dich weiter?

Mir hat das sehr geholfen. Vor allem die Erkenntnis, dass ich im ehrliche Vergleich mit anderen gar nicht schlecht wegkomme, gar nicht schlecht wegkommen kann, wenn ich alle Aspekte berücksichtige, nicht nur die Stärken des anderen.